Kurz und bündig: Erneuerbare Energie


Die Sharepics der Energiewende Vaterstetten zu den unterschiedlichsten Themen/Fragen/Problemen rund um Erneuerbare Energie: Bilder mit Pfiff, mit prägnanten und guten Erklärungen!

Veröffentlicht auch auf den Social-Media-Kanälen des "Lebendigen Vaterstetten" - der offiziellen, monatlich erscheinenden Zeitschrift der Gemeinde Vaterstetten.


Arbeitskreis Energiewende Vaterstetten stellt sich vor

Das Team besteht seit 2008 aus rund 20 Ehrenamtlichen die sich etwa einmal monatlich treffen. Wissen und Erfahrungen aus vielen Sachgebieten sind vertreten: Verschiedene Sparten der Ingenieurwissenschaften, Jura, Medizin, Verwaltung, Finanzen, Medien usw.

Das große Ziel ist, die Wende hin zu einer sicheren und unabhängigen Energieversorgung - frei von fossilen und nicht erneuerbaren Energieträgern .
Außerdem die Motivation der Bürgerinnen und Bürger mit Energie deutlich sparsamer umzugehen: Das schont den Geldbeutel und die Ressourcen!

Zu den Ursprüngen des Arbeitskreises: Hervorgegangen ist die Energiewende Vaterstetten aus der Zukunftswerkstatt Vaterstetten, als einer von mehreren Arbeitskreisen der Lokalen Agenda 21. Wenn Sie mehr über den Arbeitskreis, die Themen, Projekte und Veranstaltungen erfahren wollen, dann stöbern Sie doch einfach ein wenig auf dieser Homepage http://energiewende-vaterstetten.de/index.html


Schadet der Infraschall von Windrädern unserer Gesundheit?

Unter dem Titel Windenergieanlagen – beeinträchtigt Infraschall die Gesundheit?“ sind das Bayerische Landesamt für Umwelt und das Landesamt für Gesundheit dieser Frage nachgegangen. Eindeutiges Ergebnis: „Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass Infraschall nur dann Folgen haben kann, wenn Menschen ihn wahrnehmen können. Die von Windenergieanlagen erzeugten Infraschallpegel liegen in üblichen Abständen zur Wohnbebauung jedoch deutlich unterhalb der Hör- und Wahrnehmungsgrenzen. Daher haben nach heutigem Stand der Wissenschaft Windenergieanlagen keine schädlichen Auswirkungen für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen.
Selbst im Nahbereich bei einer Entfernung von nur 200m liegt der Infraschall unter der Wahrnehmungsschwelle. „Bei Messungen in Wohnräumen kann man messtechnisch nicht einmal unterscheiden, ob die Anlage in Betrieb ist oder ausgeschaltet.“
Und: Infraschall begegnet uns nicht nur bei Windrädern – im Gegenteil, andere Quellen sind um ein Vielfaches stärker und scheinen uns nicht zu stören. So hat ein Forscher der Universität Bamberg herausgefunden, dass uns eine 3,5-stündige Autofahrt genauso viel Infraschallenergie aussetzt wie 27 Jahre Aufenthalt in 300m Abstand zu einem Windrad.


Strom-Anteil Erneuerbare: Rekord im Jahr 2020

2020 wurde in Deutschland erstmalig mehr Strom aus erneuerbaren Energien produziert als in konventionellen Kraftwerken. Das zeigt die Webseite strom-report.de, die sich auf Daten des Fraunhofer ISE beruft. Damit setzt sich der Trend aus den letzten Jahren weiter fort: Erneuerbare werden immer wichtiger für unsere Stromproduktion und ersetzen nach und nach fossile Rohstoffe.

Zwar wird der relative Anteil der Erneuerbaren auch dadurch erhöht, dass aufgrund der Corona-Pandemie weniger Strom verbraucht wurde. Doch auch in absoluten Zahlen wurde 2020 mehr erneuerbare Energie als im Vorjahr erzeugt.

Ähnliche Zugewinne verzeichnen regenerative Energien auch bei den vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Bruttostromerzeugung. Im Gegensatz zur Nettostromerzeugung wird hier der Eigenverbrauch der Kraftwerke (in erster Linie bei den Konventionellen relevant) nicht abgezogen. Mit insgesamt 254,7 TWh erzeugter Energie verzeichnen die Energien im Vergleich zum Vorjahr einen Zugewinn von 5,1%.


Sind erneuerbare Energien teurer als fossile?

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat bereits in mehreren Studien die Stromgestehungskosten erneuerbarer und fossiler Energien berechnet, verglichen und deren Entwicklung prognostiziert.

Demnach liegen die Stromgestehungskosten von Windkraftanlagen an Land zwischen 3,99 und 8,23ct/kWh. PV-Anlagen erzielen je nach Anlagentyp und Einstrahlung Stromgestehungskosten zwischen 3,71 und 11,54ct/kWh. Am günstigsten sind Freiflächenanlagen sowie große Dachanlagen; während kleinere Dachanlagen eher am oberen Ende der Preisspanne liegen. Für viele Privatleute lohnt sich die Investition aber trotzdem, da der Eigenverbrauch von PV-Strom deutlich günstiger als der übliche Endkundenstrompreis ist. Für PV und Windkraft gilt: Tendenz fallend, bis 2035 werden Kosten ab 2ct/kWh prognostiziert.

Abhängig von den angenommenen Volllaststunden und CO2-Zertifikatspreisen liegen die Stromgestehungskosten von Braunkohle bei 4,59 bis 7,98ct/kWh, andere fossile Energieträger sind noch teuer – und werden laut Prognose auch zukünftig immer teurer.
Es zeigt sich also, dass erneuerbare Energien preislich definitiv mit konventionellen Kraftwerken mithalten oder diese sogar schlagen können. Und dabei ist ein wichtiger Faktor noch gar nicht mit einberechnet: Die durch den Ausstoß von Treibhausgasen verursachten externen Kosten. Kurz: Wir können uns fossile Energieträger aufgrund der Kosten durch den Klimawandel langfristig auch finanziell nicht leisten.


Wie kann ich mein Geld nachhaltig und regional investieren?

Die 3E Eigene Erneuerbare Energie eG ist eine 2012 gegründete Genossenschaft, die es sich zum Ziel gemacht hat, in Vaterstetten und Zorneding selbst regenerativ Energie zu erzeugen. Zu den bisher umgesetzten Projekten gehören zum Beispiel die Photovoltaik-Anlagen auf dem Parkhaus Vaterstetten, auf der Sporthalle Zorneding und auf der Feuerwehr Parsdorf, sowie das Mieterstromprojekt in der Dorfstraße.

Getragen wird die Genossenschaft von Bürgerinnen und Bürgern, die das Ziel der Energiewende in ihren Heimatgemeinden vorantreiben wollen. Jede Person kann sich mit 1 bis 20 Anteilen zu je 1.000€ beteiligen, die Abstimmungen und Wahlen der Generalversammlung verlaufen nach demokratischen Prinzipien, unabhängig von der Zahl der eingesetzten Anteile.

Auch die beiden Gemeinden Vaterstetten und Zorneding sind Mitglied, im Aufsichtsrat durch die jeweiligen Bürgermeister Leonhard Spitzauer und Piet Mayr vertreten. Die aktuellen Vorstände sind Hans-Joachim Purde und Peter Fleckner. Weitere Infos gibt es auf der Homepage: https://www.3e-eg.de/


Was macht CO2 mit dem Klima?

„Nur 0,0125% der Atmosphäre bestehen aus CO2, das ist doch wahnsinnig wenig…“ Der scheinbar geringe Anteil von Treibhausgasen an der Atmosphäre reicht tatsächlich aus, um das Klima unseres Planeten gravierend zu verändern – die Dosis macht das Gift! Oder würden Sie einen Drink mit „nur“ 0,001% Zyankali-Anteil trinken? Das altbekannte Zahlenspiel soll die Auswirkungen der menschenverursachten Treibhausgasemissionen herunterspielen oder leugnen.

Dazu gibt es einen guten Artikel des Wissenschaftsmagazins Spektrum, der einige dieser Zahlenspiele und Behauptungen erklärt und entlarvt. Zusätzlich wird gerne behauptet, der Großteil des CO2 in der Atmosphäre hätte einen natürlichen Ursprung. Dabei wird aber nicht beachtet, dass diese Menge an natürlichem CO2 durch Photosynthese und die Ozeane wieder der Atmosphäre vollständig entzogen wird. Insgesamt bleiben nur menschengemachte Emissionen übrig, die seit Beginn der Industrialisierung einen Anstieg der CO2-Konzentration um 45% von 280ppm auf inzwischen 450ppm verursacht haben!

Auch der #Faktenfuchs vom BR sowie das Rechercheteam Correctiv haben sich mit diesem Thema befasst und sind zu den gleichen Schlussfolgerungen gekommen.


Altes Haus, sparsame Bewohner? Sanierung!

In privaten Haushalten schlägt die Wärme (Heizen und Warmwasser) mit über 70 % des Energiebedarfs zu Buche. Sie wollen sparen - an CO2 Ausstoß und den Heizkosten? Neben dem privaten Individualverkehr, ist hier das größte Energiesparpotenzial im privaten Bereich.

Mit einfachen und günstigen Maßnahmen kann schon Vieles erreicht werden: Beispielsweise eine Veränderung des Heiz- und Lüftungsverhaltens.

Der weitergehende Schritt ist dann eine energetische Sanierung. Diese sorgt nicht nur für eine bessere Umweltbilanz, sondern auch für ein besseres Wohngefühl. Das lohnt sich durch geringere Heizkosten auch finanziell; zudem gibt es viele Förderprogramme, die Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützen.
Eine Übersicht über die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten haben wir in unserer Einstiegshilfe zusammengefasst. Siehe auch hier:
Kommunales Förderprogramm. Also, nur Mut, jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein guter Schritt!


Kommunales Förderprogramm: Thermocheck

Check dein Haus auf Wärmeverluste und spar dabei Geld! Einer der größten Hebel für den Privatverbraucher, die eigenen CO2-Emissionen zu senken, sind neben Konsum und Verkehr der Bereich Wohnen.

Beim Thema Gebäudeisolierung ist es ratsam, vorher eine thermografische Gebäudeuntersuchung durchzuführen. Diese stellt Wärmeverluste sehr plastisch dar und kann eventuell vorhandene Wärmebrücken entlarven.
Um Bürger und Bürgerinnen zu diesem Vorhaben zu ermutigen und sie dabei zu unterstützen, werden im Rahmen des Kommunalen Energieeinspar-Förderprogramms der Gemeinde Vaterstetten die Kosten einer solchen Untersuchung zu 50%, maximal jedoch mit 250€ gefördert. Wichtig ist, dass der Förderantrag gestellt wird, bevor mit der Maßnahme begonnen wird, d. h. noch keine sogenannte Leistungsvereinbarung abgeschlossen wurde. Für den Antrag muss ein Kostenvoranschlag eines ausführenden Unternehmen beigelegt werden. Die Untersuchung muss innerhalb der Heizperiode November–März stattfinden.
Alle weiteren Infos finden sich in den Förderrichtlinien.
Bei Fragen steht der Klimaschutzmanager Tobias Aschwer (08106 / 383-169, tobias.aschwer(at)vaterstetten.de) gerne zur Verfügung.

 

 

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